Archive: September, 2005

Bilder vom Wahlweekend online

Die Bilder vom Wahlweekend 2005 in Zumikon sind in der Galerie der Jungen Grünen online. Hat sonst jemand noch gute Bilder zum hinzufügen?

Studie belegt: Schwere Hurrikane werden dank Klimaerwärmung häufiger

In der diese Woche erschienen Ausgabe des Science Magazins wird die Vermutung, dass die Klimaerwärmung die Entstehung von mehr und stärkeren Hurrikanen begünstigt, mit einer weiteren Studie belegt:

Science, Vol 309, Issue 5742, 1844-1846 , 16 September 2005:

Reports

Changes in Tropical Cyclone Number, Duration, and Intensity in a Warming Environment

P. J. Webster,1 G. J. Holland,2 J. A. Curry,1 H.-R. Chang1

We examined the number of tropical cyclones and cyclone days as well as tropical cyclone intensity over the past 35 years, in an environment of increasing sea surface temperature. A large increase was seen in the number and proportion of hurricanes reaching categories 4 and 5. The largest increase occurred in the North Pacific, Indian, and Southwest Pacific Oceans, and the smallest percentage increase occurred in the North Atlantic Ocean. These increases have taken place while the number of cyclones and cyclone days has decreased in all basins except the North Atlantic during the past decade. 1 School of Earth and Atmospheric Sciences, Georgia Institute of Technology, Atlanta, GA 30332, USA. 2 National Center for Atmospheric Research, Boulder, CO, USA.

Für den vollen Text muss man leider bezahlen. Alle, welche an der ETH studieren, können aber vom ETH-Netz aus den vollen Artikel lesen.

UVEK: Nicht nur Lippenbekenntnisse im Klimaschutz

Moritz Leuenberger verordnet Kompensationszahlungen an den Klimaschutz – aber nur im eigenen Departement. Nachdem es der Gesamtbundesrat abgelehnt hat, für die ganze Bundesverwaltung ein solches Obligatorium einzuführen, wird wenigstens im Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation die Verantwortung wahrgenommen. Konkret müssen sich die Bundesämter das Geld für Myclimate-Zusatztickets zusammensparen, indem sie weniger fliegen. Dies sollte aber kaum ein Problem darstellen, da die zurückgelegten Flugkilometer pro Mitarbeiter seit 2001 um 78 Prozent gestiegen sind. Das Buwal erklärt dies mit grossen Konferenzen in

Der Sommer war auch schon wärmer

Die Sommer in Deutschland waren vor 125’000 Jahren 2 Grad wärmer als im Durchschnitt der letzten Jahre. Das heisst natürlich auch, dass auch früher schon Hitzesommer wie derjenige im Jahr 2003 auftraten. Trotzdem wäre es jetzt verfehlt anzunehmen, dass uns deswegen die Klimaveränderung nicht betrifft. Der Meeresspiegel war in einer der letzten Zwischeneiszeiten auch schon 6-7 Meter höher als heute und damals ist das Leben (offensichtlicherweise) auch nicht ausgestorben. Der Zustand des Klimasystems heute ist also nichts Neues, die Geschwindigkeit der Klimaveränderung hingegen ist laut dem letzten IPCC-Bericht sehr wahrscheinlich für die letzten zehntausende Jahre beispiellos und niemand weiss, wie die

Mehr Strassen, mehr Verkehr, welch ein Wunder!

Der Tagesanzeiger schreibt auf der Titelseite:

Nur ein Jahr nach dem Ausbau des Bareggtunnels auf insgesamt sieben Fahrstreifen sind die Kapazitätsgrenzen bereits wieder erreicht. [...] Dies entspricht einer Zunahme von mindestens 20 Prozent seit 1999. [...]

Peter Beyeler (Aargauer Baudirektor):

Unglaublich, was im Verkehr zurzeit passiert. Wir haben am Baregg ein Jahr nach der Eröffnung bereits wieder die Situation, dass es Staus gibt wenn es zu einem Unfall kommt.

Das Einzige was daran wirklich unglaublich ist, ist die Naivität der Strassenbauer und Verkehrsplaner. Wenn die Kapazitäten von Strassen erhöht werden, nimmt die Anzahl Autofahrer solange zu, bis die Schmerzgrenze für den einzelnen wieder erreicht ist, anders gesagt, bis es wieder soviele Autos auf der Strasse hat dass die Leute lieber wieder auf den Zug umsteigen statt im Stau zu stehen. Alle diejenigen welche nach einer weiteren Alpentransversale schreien haben dies leider noch immer nicht verstanden – ich hoffe noch immer darauf, dass der Volkswille ernst genommen wird und es wenigstens nicht eine weitere Röhre (=mehr Verkehr) durch die Alpen geben wird. Der sinnlose Zuwachs des Autoverkehrs im Mittelland ist schon schlimm genug. Falls die Nachhaltige Entwicklung nicht vollends zum leeren Schlagwort verkommen soll, muss sofort eine neue Verkehrspolitik her statt den alten Verkehrsrichtplänen.