Was ist mit dem humanitärem Image der Schweiz geschehen?

Die Geschichte mit der Unterstützung des Apartheid-Regimes durch die Schweiz zeigt mal wieder überdeutlich auf, dass sich eine Nation eben nicht nur durch eine von allen Regeln befreite Wirtschaft bezüglich Wohlstand an der Spitze halten kann. Dreckige Geschäfte sind nötig, damit wir in den entwickelten Ländern unseren Lebensstil auf Kosten von sogenannt unterentwickelten Ländern erhalten können. Der Bundesrat sagt nichts dazu, die beteiligten Firmen natürlich auch nicht — alle verstecken sich und hoffen, dass diese Untersuchung möglichst schnell vergessen geht. Nur eine schonungslose und schnelle Aufdeckung solcher Geschäfte macht die Beteuerung glaubhaft, dass sich die Schweiz für die globale Gleichberechtigung und Chancengleichheit einsetzen will. Unser humanitäres Image erleidet schlimmen Schaden wenn zuerst die Untersuchungen behindert werden (der Zugriff auf gewisse Akten wurde der Untersuchungskommission ab 2003 verboten) und dann die Ergebnisse nur nebenbei zur Kenntnis genommen werden.

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