Heute im Tagesanzeiger: Autos werden immer stärker:
Weit über eine halbe Million Autos sind im Kanton Zürich zugelassen. Bei diesem Fuhrpark ortet das Statistische Amt zwei Trends: Es gibt immer mehr Diesel-Fahrzeuge und der Hubraum der Motoren nimmt stetig zu. [...]
In den letzten Jahren erlebten zwei Fahrzeugtypen einen wahren Boom: die Grossraumlimousinen, auch Vans genannt, und die grossen, als Sports Utility Vehicles (SUV) bezeichneten Offroader. [...]
In der Tat haben laut Statistik geräumige und starke Autos zwischen 1999 und 2004 massiv zugelegt. Während der gesamte Personenwagenbestand um rund 7,5 Prozent anstieg, erhöhte sich die Zahl der «Geräumigen» um 40,3 und diejenige der «Starken» gar um 73,1 Prozent. Entsprechend haben die Anteile dieser Typen an der Zürcher Autoflotte zugenommen. 2004 waren 6,8 Prozent aller Fahrzeuge den «Geräumigen» und 1,7 Prozent den «Starken» zuzurechnen.
Wann ist endlich Schluss mit diesem Unsinn? Der Bund ist zwar nicht gänzlich untätig, schliesslich will er umweltschonende Treibstoffe tiefer besteuern. Dort findet er allem Anschein nach Freude an marktwirtschaftlichen Instrumenten. Für das Erreichen der im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Klimaschutzziele müsste aber der Durchschnittsverbrauch der schweizerischen Fahrzeugflotte massiv gesenkt werden. Das Gegenteil geschieht, wie man sieht. Trotz technischen Neuerungen und Effizienzverbesserungen nimmt der Verbrauch nicht ab, sondern zu — wegen dem Boom der schweren und starken Autos, welche in den Städten die Strassen verstopfen und Fussgänger und Fahrradfahrer übermässig gefährden.
Der Bund tut aber noch immer viel zu wenig. Vor zwei Tagen konnte man in der NZZ lesen, dass der Bundesrat auf eine Abgabe für schadstoffreiche Autos verzichten will. Er begründet sein Vorgehen mit einer Verkomplizierung des Steuersystems. Zugleich ist er von der Wirkung der höheren Abgabe nicht überzeugt. Warum sollen die marktwirtschaftlichen Instrumente plötzlich keine Wirkung mehr haben?
Die wenigen Rappen (das Klima ist mehr Wert als einige Rappen!) welche das Benzin durch die Förderung umweltschonender Treibstoffe teurer werden wird werden in den täglichen Schwankungen des