Feinstaub: Die Politik kommt in Bewegung

Wie Sandro von Ignoranz.ch schreibt, sanken die Feinstaubwerte in den letzten zehn Tagen in Zürich nicht mehr unter den gesetzlich festgeschriebenen Höchstwert, welcher eigentlich höchstens einmal im Jahr überschritten werden darf. Zürich reagiert nun aber: Nach dem Vorbild von Stuttgart (D) wird ein Fahrverbot für Autos mit hohen Abgaswerten geprüft. Ein Fahrverbot könnte aber laut 20min Online frühestens nächsten Winter umgesetzt werden.

Dass in Zürich der durch die Luftreinhalteverordnung erlaubte Jahresgrenzwert von 20 Mikrogramm/Kubikmeter schon länger nicht mehr eingehalten werden konnte, hat aber niemanden interessiert: Auf der Webseite der Erdölvereinigung kann man lesen, dass der Jahresmittelwert in Zürich 25 Mikrogramm/Kubikmeter beträgt.

Jetzt kommt immerin die Hoffnung auf, dass Massnahmen gegen den gefährlichen Feinstaub ergriffen werden. Die Aufforderung der Stadtverwaltung, durch freiwilligen Verzicht auf das Auto die Fahrtenzahl und somit auch die Feinstaubimissionen zu senken war wohl kaum erfolgreich. Die Autofahrer bemerken die Feinstaubbelastung schliesslich wesentlich weniger als wir Fahrradfahrer…

Update: Der Tages-Anzeiger bemerkt, dass die Grenzwerte nur noch auf dem Chaumont über dem Neuenburgersee und auf Rigi-Seebodenalp nicht überschritten wurden. Schliesslich will auch Umweltminister Moritz Leuenberger heute ein Massnahmepaket zur Verbesserung der Luftqualität vorstellen.


One Response to “Feinstaub: Die Politik kommt in Bewegung”

  • Matthias Kestenholz' Blog Says:

    Feinstaub: Sind Holzfeuerungen wirklich schlimmer als die Autobahnen?

    Wie die NZZ schreibt, sorgen nicht nur die Strassenverkehrsteilnehmer sondern auch Holzfeuerungen für eine erhöhte Feinstaubkonzentration in der Luft. Der Tages-Anzeiger bemerkt sogar, dass die Luft vor allem in gewissen Bergtälern durch die Holzfeu…