Feinstaub: Sind Holzfeuerungen wirklich schlimmer als die Autobahnen?

Wie die NZZ schreibt, sorgen nicht nur die Strassenverkehrsteilnehmer sondern auch Holzfeuerungen für eine erhöhte Feinstaubkonzentration in der Luft. Der Tages-Anzeiger bemerkt sogar, dass die Luft vor allem in gewissen Bergtälern durch die Holzfeuerungen stärker belastet wird als durch die Autobahnen.

Das meiner Meinung nach wichtigste Detail kommt in beiden Artikeln aber erst am Schluss: Die Nanopartikel mit einem Durchmesser von weniger als 50 Millionstel Millimeter (dazu gehört der PM2.5-Feinstaub), welche besonders krebserregend sind, stammen mehrheitlich aus dem Verkehr. Die hohen Feinstaubkonzentrationen, welche durch die Holzfeuerungen mitverursacht werden haben zwar auch gesundheitliche Folgen, aber krebserregend ist und bleibt vor allem der Feinstaub aus Dieselmotoren.

Diese Forschungsresultate des Paul-Scherrer-Institutes werden nun von Gegnern der Partikelfilter und Freunden des freien Autoverkehrs sogleich ausgeschlachtet um zu beweisen, dass das Bekämpfen des motorisierten Individualverkehrs keine wesentlichen Verbesserungen der Luftqualität zur Folge hat. Dabei übersehen sie aber, dass die Holzfeuerungen vor allem in den Bergtälern verbreitet sind, und demzufolge deren Beitrag zur Luftverschmutzung nur einen relativ kleinen Teil der Bevölkerung direkt betrifft. Massnahmen in städtischen Gebieten sind und bleiben unbedingt notwendig, um die Bevölkerung von den schädlichen Einflüssen des Feinstaubes zu schützen.

Wikipedia: Entstehung des Feinstaubes (mit Prozentangaben)