Die letzten Wochen waren kalt und schneereich (Europa versinkt im Schnee)– soviel Schnee gab es in Zürich schon lange nicht mehr, und auch die anhaltende Kälte ist nicht die eines gewöhnlichen Jahres. Schnell vergessen wird da der warme Januar; und die Klimaforscher welche vor der zu erwartenden Erwärmung sprechen erhalten nur ein müdes Lächeln — wer wäre nicht froh, wenn es endlich wärmer würde?
Es gibt aber wirklich Grund zur Sorge: Zum zweiten Mal in Folge wuchs das Eis in der Arktis, welches im Sommer abschmolz, im Winter nicht mehr nach; zudem war im vergangenen September soviel Eis geschmolzen wie noch nie seit man im Jahr 1979 mit der Satellitenbeobachtung begonnen hat. Klimaforscher fürchten, dass dies die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung sind. Die Gefahr liegt nun darin, dass sich selbst verstärkende Prozesse in Gang gesetzt werden könnten, welche noch während Jahrhunderten die Wetter- und Klimasysteme verändern. Unter anderem wären massive Erhöhungen des Meeresspiegels die Folge, mit einer daraus resultierenden Zerstörung aller küstennahen Infrastruktur. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Klimaerwärmung sind zwar auf kurze Sicht relativ gering (auch wenn die erhöhte Intensität von Hurrikanen und anderen Extremereignissen berücksichtigt wird), auf längere Dauer werden sie aber wesentlich ansteigen.
Der folgende Blick-Artikel braucht im Lichte der oben genannten Tatsachen keine weiteren Kommentare mehr: Falsche Wahrheit im CO2-Streit