Dec
27
2006
Die SVP leistet einen unwillkommenen Beitrag zur Debatte um religiöse Symbole in den Schulzimmern. Allem zum Trotz feierte die SVP auch 2006 Weihnachten. Dabei verschweigt sie geflissentlich, dass islamische Organisationen in der Schweiz dazu aufgerufen haben, christliche und besonders weihnachtliche Traditionen nicht aus der Schule zu verbannen. Die generelle Verunglimpfung von religiösen Minderheiten ist also nicht gerechtfertigt.
Ein weiteres Mal beweist die SVP eine unglaubliche Ignoranz in Bezug auf gesellschaftliche Themen. Es bleibt zu hoffen, dass dermassen undifferenzierte Aussagen in Zukunft von den Wählern nicht mehr honoriert werden.
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Dec
25
2006
Laut Walter Steinmann, dem Direktor des Bundesamtes für Energie zeichnet sich bereits im Jahre 2012 ein Energie-Engpass ab. Schnelles Handeln tut also Not.
Was könnte nun ein gangbarer Lösungsweg sein? Neue Kernkraftwerke? Ein neues KKW könnte laut Steinmann erst im Jahr 2025 ans Netz gehen. Das würde bedeuten, dass wir, falls wir unsere Energieversorgung auf Kernenergie ausrichten würden, während über 10 Jahren andauernd der Gefahr eines Blackouts ausgesetzt wären.
Kernkraftwerke können also das Problem des Engpasses nicht lösen, auch wenn gewisse Energiekonzerne den Bau neuer KKWs in Betracht ziehen. Die Lösung muss anderswo gesucht werden, zum Beispiel im Bereich der Energieeffizienz. Es müssen unbedingt Investitionen im Bereich der umweltfreundlichen, nachhaltigen Energieproduktion getätigt werden. Deshalb setzen sich die Grünen im Kanton Zürich für eine zweckgebundene Förderabgabe für Elektrizität aus nicht erneuerbaren Energien ein.
Weitere Infos:
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Dec
20
2006
Für alle die es noch nicht gemerkt haben — die Weltwoche nimmt es mit der Wahrheit nicht mehr so genau wie auch schon. Auch die Qualität der Berichterstattung über die Wissenschaft hat in den letzten Jahren stark gelitten.
So zum Beispiel der Bericht über die Klimaveränderung in der vorletzten Ausgabe, Orakel des Untergangs. Mit diesem Text haben sie sich auf das wissenschaftliche Niveau der US-amerikanischen Neokonservativen gestellt.
Nigel Lawson macht sich in sehr unwissenschaftlicher Art und Weise über den aktuellen Stand des Wissens in der Klimaforschung lustig. Jede seiner Aussagen kann von interessierten Zeitgenossen widerlegt werden. Seine Argumentationslinien klingen zwar gut, sein Wissensstand scheint aber mehrere Jahrzehnte alt zu sein. In der Zwischenzeit sind in der Klimaforschung grosse Fortschritte erzielt worden, die Unsicherheiten sind mittlerweile so klein, dass politische Handlungen eigentlich einfach begründbar sein sollten.
Folgende Punkte sind im Text sträflich ungenau gelassen:
- Der durchschnittliche Anteil des Wasserdampfes an der Klimaerwärmung ist wesentlich genauer bekannt. Die Ungenauigkeit, welche vorgegaukelt wird, ist Augenwischerei.
- Dass die IPCC-Szenarien auf optimistischen, möglicherweise blauäugigen Prognosen bezüglich des Wirtschaftswachstums aufbauen, stimmt. Die korrigierte Minimalvorhersage, welche im nächsten Assessment Report des IPCC herauskommen wird, zeichnet schon ein genügend schlimmes Bild. Mehr Erwärmung braucht es eigentlich nicht, um uns zum Handeln zu bewegen.
Folgende Punkte sind mitterweile unter Klimawissenschaftern unbestritten:
- Der Grossteil der Erwärmung der letzten Jahrzehnte ist auf die durch menschliche Aktivität emittierten Treibhausgase zurückzuführen. Die Menge des emittierten CO2 korreliert in hohem Masse mit der gemessenen Erwärmung.
- Der erwähnte urban heat island effect ist schon lange in Korrekturen eingeflossen — zudem ist die Erwärmung auch an anderen Stellen messbar.
- Strahlungsschwankungen der Sonne spielen vielleicht möglicherweise eine Rolle beim Auslösen von Feedback-Prozessen; die Aktivität der Sonne hat sich in den letzten Jahrzehnten aber nicht nur annähernd in dem Masse verändert, wie es nötig wäre, um die gemessene Erwärmung zu erklären.
Folgende Punkte sind pure Augenwischerei:
- Dass er die Medieval Warm Period und das Little Ice Age erwähnt beweist, dass er den Unterschied zwischen lokalen und globalen Phänomenen nicht verstanden hat.
- So etwas wie die Rekordhitze von 1998 hat es wieder gegeben: 2005 war das wärmste Jahr seit Beginn der instrumentellen Messungen, und dies obwohl 1998 ein Jahr mit El Niño Event war, welches immer zu höheren Messwerten führt (dies, weil sich die Mehrzahl der Messstationen auf der nördlichen Hemisphäre befindet).
- Der Effekt des SO2 ist tatsächlich nicht sehr gut verstanden, aber doch einiges besser als Nigel Lawson uns einreden will.
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Dec
20
2006
Deutschland scheint uns beim Schutz der Bevölkerung vor schädlichen Feinstaub-Immissionen weit voraus zu sein:
Zur Bekämpfung von gesundheitsschädlichem Feinstaub aus Autoabgasen planen viele deutsche Gro
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Dec
18
2006
Die Tage werden schon bald wieder länger, der Winter kommt aber erst richtig. Die atmosphärischen Bedingungen werden wieder dazu führen, dass in der Stadt Zürich regelmässig gegen die Luftreinhalteverordnung verstossen wird. Ich bin ja mal gespannt, ob diesen Winter wiederum nur die Grenzwerte, oder auch die Feinstaubimmissionen bekämpft werden. Gute Vorsätze und Ziele haben sich die Umweltdirektoren der Kantone und der Bund im letzten Frühling ja gesetzt. Hoffentlich werden sich diese Vorsätze auch in politischem Handeln äussern.
Zur Erinnerung an letzten Winter diese Blog-Posts meinerseits:
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