Mutige Klage gegen Umweltverschmutzung

“Der Imageverlust der Schweiz wäre zu gross als dass wir uns eine Absage leisten könnten”, hiess es im Vorfeld des Lauberhornrennens, und deshalb wurde mit massivem Kunstdüngereinsatz eine fahrbare Unterlage für das Weltcuprennen geschaffen. Dass dies nicht ohne Folgen für die Umwelt bleibt, hat man sich denken können aber offenbar in Kauf genommen.

Zum Glück wird jetzt nicht nur ein Auge zugedrückt und beteuert, dass es nächstes Jahr anders gehen wird. Die Umweltverbände Pro Natura und Stiftung Landschaft Landschaftsschutz Schweiz prüfen eine Klage gegen die Organisatoren des Rennens.

Ein einmaliges Ereignis ist noch kein Beweis für die Klimaveränderung. Die Häufung von Extremereignissen in den letzten Jahren lassen aber nicht mehr daran zweifeln, dass sich an unserer Umwelt, an unserem Klima etwas verändert hat. Dies ist auch der breite Konsens in der Wissenschaftergemeinde, auch wenn einige wenige noch nicht überzeugt sind (und dies lautstark und öffentlichkeitswirksam verkünden).

Wir müssen uns auf mehr schneearme Winter einstellen. Statt mit Technologie die Winter-Nostalgik zu bewahren, würden wir besser versuchen, mit neuen (und zum Teil auch alten), aber sicher innovativen Technologien die Klimaveränderung zu stoppen.

Natürlich ist es unwissenschaftlich und polemisch, zu sagen, dass der Fortbestand des Lauberhornrennens auch in 30 Jahren davon abhängt, ob wir die 2000-Watt-Gesellschaft realisieren können. Natürlich muss die ganze Welt mitziehen. Aber wer soll damit beginnen, wenn nicht die entwickelten Länder? Ich finde es falsch, nichts zu tun nur weil die Schweiz so klein ist und keinen wesentlichen Einfluss auf das Klima hat. Wenn wir mit gutem Beispiel vorausgehen, folgen uns vielleicht andere Länder nach?

Fussnote: Mehrere Länder der EU sind im Umweltschutz mittlerweile fortschrittlicher als wir. Wir sollten endlich aufhören, uns auf den Lorbeeren vergangener Tage auszuruhen…


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