Der Autoverkehr wird in den kommenden Jahren dramatisch anschwellen – und mit ihm der Treibhausgas-Aussto
Archive: March, 2007
Die Autolobby in Deutschland behauptet, dass seit 1999 neun Prozent CO2 eingespart werden konnte. Damit wird versucht, die Einführung von generellen Tempolimiten auf der Autobahn zu torpedieren.
Der Spiegel hat aber genauer hingeschaut und berichtet, dass das Umweltbundesamt von einem Rückgang von etwa zwei Prozent ausgeht. Der Grund für die viel kleinere Reduktion ist der, dass deutsche Autofahrer häufig im Ausland tanken und somit die CO2-Bilanz der umliegenden Länder belasten. Zudem will die Autolobby unangenehme Fakten übertünchen: Zwar sind Neufahrzeuge in den letzten 15 Jahren um durchschnittlich 25% effizienter worden, die dadurch erreichte Einsparung wird aber durch stärkere und schwerere Fahrzeuge gleich wieder zunichte gemacht.
Die Kyoto-Ziele im Bereich des Fahrzeugparks verfehlt die Schweiz wegen ähnlicher Entwicklungen bei weitem. Dem wollen die Jungen Grünen einen Riegel schieben: Die Initiative für eine menschenfreundlichere Mobilität sieht vor, dass Fahrzeuge mit sinnlos hohem Treibstoffverbrauch nicht mehr verkauft werden dürfen. Es ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt auf dem Wege in eine klimafreundliche Zukunft.
Spiegel.de: Winter war der weltweit wärmste seit 1880
Die Daten sind alarmierend: Der vergangene Winter war der weltweit wärmste seit 1880. Auf der Nordhalbkugel lagen die Temperaturen 0,7 Grad höher als der Mittelwert. Das liegt im Trend der globalen Erwärmung – für die Rekordwerte jedoch könnte das Wetterphänomen El Niño verantwortlich sein.
Das wird kaum der letzte solche Winter sein — es wird erwartet, dass mit der fortschreitenden Klimaveränderung El-Niño-Events deutlicher werden bzw. wir irgendwann in einem permanenten El-Niño landen könnten.
Ade Wintersport. Mir selbst ists ja recht, ich habs lieber schön warm. :-) Aber das wäre eine extrem kurzsichtige und egoistische Sichtweise — was wir uns mit Nichtstun einhandeln, kann auch dem liberalsten Vorschriftengegner nicht mehr gefallen.
Der fortschreitende Klimawandel führt mit grosser Deutlichkeit vor Augen, dass eine Reduktion des persönlichen Energieverbrauches notwendig ist, und dies nicht alleine zum Nutzen zukünftiger Generationen sondern auch zum Nutzen der heute lebenden Menschen: Einerseits werden die Folgen auch für uns spürbar sein, andererseits ist das grosse Innovationspotential im Bereich der Energieeffizienz, der Energiebereitstellung bei weitem nicht ausgeschöpft.
Im ECO2-Rechner auf Novatlantis (Nachhaltigkeit im ETH Bereich) kann man seinen persönlichen Energieverbrauch berechnen. Ich liege vor allem aufgrund meiner Wohnsituation 75% über den anzustrebenden 2000 Watt Energieverbrauch. Ich freue mich darauf, mit dem nächsten Umzug meinen Energieverbrauch auf ein klimaverträgliches Mass zu reduzieren. In der Zwischenzeit ist es aber wichtig, klimafreundliche Politiker zu wählen oder aber selbst klimafreundliche Politik zu betreiben.
Ich habe heute morgen die Kurzversion des Smartvote-Wahlempfehlungsfragebogen ausgefüllt um mir die Wahlempfehlung für den Wahlkreis Zürich 11/12, also Zürich Nord, zusammenzustellen. Da ich nur wenige Fragen beantwortet habe und die Beantwortung gewisser Fragen auch von meiner Tagesform abhängt ;-) sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu geniessen.
Etwas hat mich belustigt: Es scheint, dass meine Anliegen auf der Liste der Sozialdemokratischen Partei besser aufgehoben wären:
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