Autolobby verpasst Reduktionsziel
Die Autolobby versucht einmal mehr, den Bund dazu zu bewegen, keine verbindlichen Reduktionsziele festzuschreiben, obwohl die freiwilligen Ziele bei weitem verfehlt werden. Die Mutlosigkeit des Bundes hat dazu geführt, dass die im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Minimalforderungen für den Klimaschutz bei weitem nicht erreicht werden. Wie lange dauert es noch, bis klar wird, dass freiwillige Massnahmen nichts nützen?
Auto-Schweiz-Direktor Andreas Burgener wehrt sich gegen Vorwürfe, die Branche nehme die Vereinbarung zu wenig ernst.
Wie soll man das denn sonst nennen, wenn die Autoimporteure seit Jahren auf freiwillige Massnahmen “setzen”, damit sie mit dem Verkauf der zweifellos viel rentableren Dreckschleudern weiterfahren können?
Neue Forderungen erschwerten die Arbeit, sagte er. So führe der Einsatz von Partikelfiltern zwangsläufig zu höherem Treibstoffverbrauch. Die Vereinbarung will er noch nicht als gescheitert erklären. Hoffnung setze er vor allem auf laufende technische Entwicklungen beim Benzinmotor.
Auch das hört man seit Jahren: Die Vereinbarung wird nicht als gescheitert erklärt, da man sonst zugeben müsste, dass die Freiwilligkeit eben genau nichts bringt. Auch seine Hoffnung in technische Entwicklungen sind ganz sicher verfehlt: In den letzten Jahrzehnten wurden zwar massive Fortschritte bei der Entwicklung sparsamerer Motoren gemacht, die erreichten Fortschritte wurden durch schwerere und somit gefährlichere Autos aber immer wieder zunichte gemacht.
Offensichtlicherweise ist es schwer, aus der Geschichte zu lernen. Es ist zu hoffen, dass wenigstens der Bund diesmal schlauer ist und sich auf die ursprünglichen Forderungen besinnt…
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