Wichtiger Schritt hin zur Entmilitarisierung der Gesellschaft gemacht
Der Bundesrat scheint in weniger als einem Jahr einen grundsätzlichen Meinungswandel betreffend der Lagerung von Armeemunition in Privathaushalten durchlaufen zu haben: Nachdem er letzten September die Armeemunition zu Hause als zentral für die Demokratie definiert hat spricht er sich jetzt für die Lagerung der Munition im Zeughaus aus. Ein wichtiger Schritt hin zur Entmilitarisierung der Gesellschaft! Die Schweizer Armee hat in den letzten Jahrzehnten ihre Daseinsberechtigung verloren. Dies zeigt sich daran, dass die Armee im Inland als Hilfspolizei und zur Katastrophenhilfe eingesetzt wird, wobei das erste verwerflich ist und das zweite nur mässig sinnvoll: Abgesehen von den speziell ausgebildeten Genietruppen gibt es keinen Grund, warum nicht auch der Zivildienst und Zivilschutz diese Aufgaben erledigen könnte.
Ein schaler Nachgeschmack bleibt aber bei der ganzen Sache: Dieses Zugeständnis an die Armee- und Waffengegner ist möglicherweise nicht mit einem genuinen Meinungsumschwung zu erklären, sondern vielleicht einfach mit der Angst vor der Initiative für den Schutz von Waffengewalt. Eine Waffe ohne Munition ist nicht mehr gefährlich könnte argumentiert werden. Dem ist aber gegenüberzustellen, dass Munition einiges einfacher aufgetrieben oder “mitgenommen” werden kann. Abgesehen davon macht ein Gewehr ohne Munition tatsächlich keinen Sinn, warum also nicht gleich alles im Zeughaus abgeben bzw. belassen?
June 8th, 2007 at 19:07
[...] Es ist höchste Zeit, die Waffe und die Munition im Zeughaus zu lagern (