Die JUSO Bern und Aargau haben eine Webseite mit einer AKW-Stopp-Petition aufgeschaltet. Ich bezweifle zwar die Wirksamkeit einer Online-Unterschriftensammlung — wirksamer wäre, einige dutzend Kilogramm Unterschriftenpapier auf dem Bürotisch der Atomlobby und des BFE zu deponieren. Da der Aufwand für eine Online-Unterschriftensammlung wesentlich kleiner ist, kann man aber auch nicht mehr erwarten. Ungeachtet dessen — unterschreibe jetzt!
Das Diskussionspapier der Jungen Grünen Zürich zur Energieversorgung auf Klimapolitik.ch hat auch einen Abschnitt zur Energieversorgung. Trotz Fortschritten bei beispielsweise den Kugelreaktoren sind AKWs für uns immer noch nicht akzeptierbar. Die technischen Sicherheitsbarrieren machen einen Unfall in einem industrialisierten Land zwar unwahrscheinlich. Was ist aber mit den Entwicklungsländern und Schwellenländern, deren Energiehunger in absehbarer Zeit massiv ansteigen wird? Werden die Proponenten neuer AKWs in dieser Situation dafür einstehen, AKWs in den Osten, nach Afrika oder in gewisse Teile Lateinamerikas zu exportieren? Wohl kaum! Ich bin mir sicher, dass wir alle viel besser schlafen könnten, wenn wir Kraftwerke für die Nutzung erneuerbaren Energie exportieren könnten. Das Risiko, dass der Beton eines Wasserkraftwerkes oder das Silizium einer Photovoltaikanlage für kriegerische Zwecke eingesetzt wird ist offensichtlicherweise Grössenordnungen kleiner als bei einem AKW. Technisch gesehen gibt es nämlich keine grossen Unterschiede zwischen ziviler und militärischer Nutzung.
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