Fremdsprachige Kinder beeinträchtigen Lernerfolg nicht

“Zuviele fremdsprachige Kinder in einer Klasse beeinträchtigen den Lernerfolg der ganzen Klasse” — klingt plausibel, oder? Es stimmt aber nicht, wie eine Studie zeigt, über welche gestern auf Tages-Anzeiger online berichtet wurde.

Einmal mehr zeigt sich, dass sich Vorurteile gegen “Ausländer”, gegen Fremdsprachige, in Luft auflösen, wenn genauer hingeschaut wird. Das Problem liegt bei der Klassengrösse, wie Lehrpersonen aus praktischer Erfahrung schon lange festgestellt haben. Die Leidtragenden zu grosser Klassen sind dabei in erster Linie fremdsprachige Kinder.

Natürlich gibt es andere, bessere Argumente, fremdsprachige Kinder gleichmässig auf die Klassen aufzuteilen. Die Integration von Migranten kann durch geschickte Gestaltung der Klassengrösse und der Sprachenverhältnisse gefördert werden. Zudem ist der Austausch auch bereichernd — statt das Fremde abzulehnen, kann früh die Relativität der eigenen Gewohnheiten, des Glaubens und der Kultur erfahren werden. Dies sind alles wichtige Erfahrungen, um sich in der säkularisierten, multikulturellen Welt von heute zurechtfinden zu können


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