Investieren in Bildung, nicht in unfaire Steuersysteme!
Im Kanton Obwalden demonstrieren Schüler gegen die Kantonsregierung. Durch das Hochwasser im Sommer 2005 wurden die Turnhalle und mehrere Schulräume unbrauchbar. Zwei Jahre lang dauerte der Versicherungsstreit, erst Ende August konnten sich der Kanton und die Versicherungsgesellschaft einigen, wie hoch der Schaden ausgefallen ist. Vor etwas mehr als einer Woche, Ende Oktober, erklärte die Regierung, dass sie die Räume sanieren will. Zur Diskussion hätte auch ein Neubau gestanden, welcher sieben Millionen mehr gekostet hätte als die Sanierung.
Lehrer und Schüler sind über diesen Entscheid enttäuscht. Dass der Kanton lieber 12 Millionen in eine unfaire Steuerstrategie statt 7 Millionen in die Ausbildung steckt, stösst Vielen sauer auf.
Der Obwaldner Bildungsdirektor Hans Hofer hat gesagt, dass “die Informationen aus seinem Departement möglicherweise nicht optimal gewesen seien”, dass er aber auch “den Eindruck habe, dass die Schülerinnen und Schüler nicht begriffen haben, worum es bei der Sanierung genau gehe“. Beim Kampf um die Einführung des Stimmrechtsalter 16 in Zürich haben wir häufig zu hören bekommen, dass die Jugendlichen zuwenig interessiert seien. Die Jugendlichen sind also entweder nicht interessiert oder haben keine Ahnung, worum es in der Politik eigentlich geht? Falls Jugendförderung so aussieht, dann gute Nacht.
November 12th, 2007 at 00:24
Die “unpolitischen” Schüler verstehen also nicht worum es in der Welt der Grossen geht?
Patronizing at its best!
Wenn es den Bürgerlichen nicht in den Kram passt, wofür sich Jugendliche einsetzen, wird es als Unfug abgetan. Kein Wunder wenn sich Junge nicht mehr für Politik interessieren, wenn nur Politik für Leute gesetzteren Alters gemacht wird. Sie müssen ja nicht mehr zur Schule, also interessiert es sie auch nicht, ob diese geflutet ist oder nicht.
Lasst es Hirn regnen!
November 26th, 2007 at 06:33
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