“IPCC-Bericht: Uno-Klimareport ignoriert jüngste Studien” ist der Titel eines Spiegel-Artikels. Aha, also doch! Wurden beim IPCC also doch wichtige Studien unterschlagen? Der Klimawandel ist also doch weniger schlimm, als uns die Klimalobbyisten weismachen wollen?
Weit gefehlt! Es ist zwar schon zu befürchten, dass der IPCC Fourth Assessment Report in zahlreichen Punkten überholt ist, aber nicht so, wie uns z.B. Dirk Maxeiner in der Weltwoche weismachen will. Mit seinen unwissenschaftlichen Unwahrheiten und Verdrehungen würde er übrigens perfekt in die Reihen gewisser neokonservativer Amerikaner passen.
Unter anderem scheint, dass nichtlineare Effekte und Rückkopplungen im Klimasystem unterschätzt, die Aufnahmekapazität gewisser CO2-Senken überschätzt wurden. Mittlerweile erscheint auch die Vorhersage des Meeresspiegelanstiegs als zu konservativ.
Ich bin froh, dass es Stimmen gibt, die sich gegen Alarmismus und Angstmacherei wehren. Warum sind diese aber allzu häufig in derselben Ecke anzutreffen wie z.B. auch die evangelikalen Wissenschaftsfeinde? Alarmismus hilft niemanden, die Probleme werden aber sicher nicht verschwinden, wenn wir die Augen schliessen. Wir haben ein Hirn entwickelt, damit wir es anwenden: Die Zukunft sicher vorhersagen kann niemand, im Sinne des Vorsorgeprinzips gäbe es heute aber längst genügend Indizien, welche Begründungen für einen schnellen und wirksamen Klimaschutz liefern.
5 Responses to IPCC ignoriert jüngste Studien zum Klimawandel!