Drohungen gegen Widmer-Schlumpf: Mitverantwortung von Blocher

Der Führer der SVP, Blocher, lehnt es ab, einen Aufruf gegen die massive Bedrohung der neu gewählten Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf aufzurufen. Er sieht keine Mitverantwortung der SVP-Spitzen. (Tages-Anzeiger, 28. Dez: Blocher will keinen Aufruf gegen Drohungen machen)

Stellt sich die Frage, wer denn die Urheber dieser Drohungen sein könnten. Laut Widmer-Schlumpf waren sie unterschiedlich gekennzeichnet, teilweise anonym, manche aber auch als von SVP-Sympathisanten stammend. (Blick, 15. Dez: Eveline Widmer-Schlumpf massiv bedroht) Wenn Blocher sagt, dass diese Leute “nicht aus seinen Kreisen sind” und er “sie deshalb auch nicht zu etwas aufrufen kann”, hat er offensichtlicherweise nichtmal selbst die Zeitung gelesen, was für SVP-Exponenten typisch zu sein scheint. Diese Drohungen stammen wohl kaum aus der gutbürgerlich-konservativen Ecke der SVP, sondern aus der Ecke der politischen Kampfhunde der Zürcher SVP, welche die SVP in den letzten Jahren zu dem gemacht haben, was sie heute ist: Eine fremdenfeindliche, populistische Partei mit einem rückwärtsgewandten Programm.


3 Responses to “Drohungen gegen Widmer-Schlumpf: Mitverantwortung von Blocher”

  • Ruedi Says:

    Wenn Christoph Mörgeli nach der demokratischen Wahl von Eveline Widmer am Radio erzählt, dass diese in den nächsten Tagen und Wochen den Hinterausgang des Bundeshauses nehmen müsse, wenn sie die Wahl annehme, muss man sich nicht wundern, dass einige Heisssporne unter den SVP-Sympathisanten noch einen drauf geben und Drohungen aussprechen. Wie unreflektiert sich gewisse Leute für Blocher und Co. ins Zeug legen, hört man auch immer wieder bei Telefonanrufen ins Talk Täglich von Tele Züri, wenn die Bundesratswahl wieder mal ein Thema ist.

  • Chris Says:

    Ja ich sehe, von Politik haben sie noch keine Ahnung.. leider.. sonst wäre die Aussage, die SVP sei fremdenfeindlich und populistisch und zudem noch rückwärtsgewandt so sicher nicht geschrieben worden! Eigentlich müsste man ja die grüne Partei verbieten.. sie wollen in die EU, die Schweiz natürlich so schnell wie möglich darauf “anpassen” und unsere Werte allesamt aufgeben! Dazu noch sämtliche notleidenden Menschen in der Welt in die Schweiz holen.. nur wer soll das bezahlen?? Übrigens wer bezahlt ihr Ausbildung an der ETH? Sicher nicht die Linken und Grünen.. da sind die meisten arbeitslos oder Sozialhilfebezüger.. Echt traurig..

  • Matthias Kestenholz Says:

    Wieder mal ein Beispiel von ad hominem Attacken. Möchten Sie nicht den Inhalt angreifen statt meine Person? Wahrscheinlich nicht, denn da gehen dem Polemiker schnell die Argumente aus…