Die häufigsten Argumente der Klimaskeptiker

Auf Skeptical Science ist eine Liste der häufigsten Argumente aufgeführt, welche die Klimaskeptiker verwenden, um die z.B. im vierten IPCC Bericht veröffentlichten Aussagen anzuzweifeln.

Folgend die zehn häufigsten Argumente:

  • Die Sonne ist schuld
  • Das Klima hat sich auch schon früher verändert
  • Es gibt keinen Konsens
  • Die Messungen der Oberflächentemperatur sind unzuverlässig
  • Klimamodelle sind unzuverlässig
  • Al Gore hats nicht begriffen
  • In den 70er Jahren wurde eine Eiszeit vorhergesagt
  • CO2 läuft der Temperatur nach, hat also keinen Einfluss auf die Temperatur
  • Der Mars erwärmt sich auch
  • Der Klimawandel ist gut

Und so weiter!

Diese Argumente sind alle mehr oder weniger falsch. In einigen verbirgt sich ein Körnchen Wahrheit, viele beruhen aber ganz einfach auf Missverständnissen oder Unwissenheit. Zu jedem der mittlerweile 47 Punkte gibt es eine ausführliche Erklärung.


7 Responses to “Die häufigsten Argumente der Klimaskeptiker”

  • Lucien.S Says:

    Hallo

    Hast du schonmal was von Globaler Verdunkelung gehört? Ich denke jeder der sich mit Klima auseinandersetzt sollte sich auch darüber Informieren!!! Und das ist nicht irgend eine verschwörungstheorie von Skeptikern, das ist genau so wissenschaftlich erwiesen wie die globale erwärmung… Wenn wir jetzt also aufhören mit CO2 ausstoss wird die Globale Erwärmung noch schlimmer als sie jetzt vorausgesagt wird! Also zuerst mal richtige lösungen suchen bevor wir einfach CO2 als Illegal erklären!

  • Matthias Kestenholz Says:

    Natürlich habe ich auch davon schon gehört. Global Dimming ist der englische Begriff dazu. Deine Erklärung im zweiten Absatz ist aber nicht ganz korrekt. Der Ausstoss von Aerosolen (also z.B. Schwefeldioxid, Russpartikel) führt zu einer Netto-Abkühlung der Erde. Seit einigen Jahren zeigen die Anstrengungen, die Luft weniger zu verschmutzen (in der Schweiz die LRV, die Luftreinhalteverordnung) Wirkung und führen dazu, dass die Globale Erwärmung nicht mehr durch Luftverschmutzung versteckt wird. Martin Wild vom IAC an der ETH Zürich hat dazu vor 2-3 Jahren eine Studie veröffentlicht. Ich glaube kaum, dass die Lösung des Klimaproblems sein wird, die Luft stärker zu verschmutzen. Schliesslich hätten wir es alle lieber, wenn die Luft sauberer wäre, nicht dreckiger, oder?

  • Lucien.S Says:

    Eines muss ich dir lassen, Argumente hast du viele! =) Anyway, ja wenn es sein muss (um die Globale Erwärmung) zu hemmen muss man ja fast weiterhin gewisse Partikel ausstossen… Ja wie meinst du, “Der Ausstoss von Aerosolen (also z.B. Schwefeldioxid, Russpartikel) führt zu einer Netto-Abkühlung der Erde.”… du sagst ja selber das es zu einer Abkühlung führt? Die Verschmutzung versteckt nicht die Globale Erwärmung… Global Warming is all over the place :D !!! Man hat kaum je was von Global Dimming gehört… Aber bist du mit mir einig, dass man nicht einfach so den Ausstoss (CO2 oder sonstige Partikel) verringern kann ohne die Globale Verdunkelung miteinzubeziehen?

  • Matthias Kestenholz Says:

    Wenns so einfach wäre! Es gibt Vorschläge z.B. des Nobelpreisträgers Paul Crutzen, Geoengineering zu betreiben. (Wenns Dich interessiert gelangst Du mit diesem Stichwort sicher auf hilfreiche Seiten bei einer Google-Suche.) Eine Idee zum Stoppen der Erwärmung ist nämlich, andauernd massive Mengen Schwefeldioxid in die Stratosphäre zu pusten, ähnlich einem andauernden Vulkanausbruch. (Vulkanausbrüche haben in der Vergangenheit zu massiven Hungersnöten geführt, weil die Sonneneinstrahlung auf die Oberfläche abgenommen hat und so das Getreide nicht mehr wachsen konnte. Sie haben also einen stark kühlenden Effekt auf die Atmosphäre.) Die Verschmutzung hat früher die globale Erwärmung versteckt, heute ist das eben nicht mehr so, wie Du richtig feststellst. Heute wird die Erde durch Treibhausgase und durch die Verringerung der Konzentration luftverschmutzender Substanzen erwärmt. Man muss die globale Verdunkelung tatsächlich unbedingt in die Modelle einbeziehen! Sonst sind die Vorhersagen für die Erwärmung wahrscheinlich zu tief, ausser falls Geoengineering betrieben wird. Ich frage mich aber, ob dies die Lösung ist. Bei der Klimadiskussion sollte auch nicht immer an die Einschränkungen gedacht werden, welchen wir uns (scheinbar) unterziehen müssen. Es geht auch um die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Erforschung und Konstruktion von neuen Kraftwerken und Energieherstellungsmethoden, von klimafreundlichen Verkehrsmitteln usw. und natürlich auch von der besseren Lebensqualität dank weniger Lärm und Luftverschmutzung! Das wird häufig vergessen!

    Ich hoffe, dass ich noch einigermassen verständlich geblieben bin! Sonst erkläre ich mich gerne nochmals.

  • Lucien.S Says:

    Doch doch, aber ich hab bei deiner Ersten Antwort was verwechselt, sorry… Ja die Idee wäre ja nichtmal so schlecht, nur: Was passiert wenns plötzlich überall sauren Regen gibt wegen dem Schwefel? Ich denke das schadet fast mehr als es nützt… wo möchtest du das denn machen und woher nimmst du all dieses Schwefeloxid? Generell bin ich mit dir einverstanden, nur was mich einfach stört ist, dass gewisse Leute einfach sagen, CO2 -> runter, Feinstaub -> Runter, ohne dabei nachzudenken was DAS für Konsequenzen haben könnte! Im Moment ist die Globale Erwärmung sooo präsent, da interessiert sich niemand für eine solche Theorie… es ist mit jeder Theorie welche die Globale Erwärmung in ein anderes Licht rückt so, sie wird lächerlich gemacht und vernichtet, auch wenn sie allenfalls bewiesen ist, so wie die GE selbst auch! Aber ich verstehe es, zu viel Geld wird z.Z. investiert, zu viele Jobs sind bereits von der GE (bzw. dem Kampf dagegen) abhängig, das man nicht jetzt einfach kommen kann und sagen: “Halt! Ihr müsst da auf was schauen” Aber es wird sich wohl so entwickeln wie die GE, zuerst belächelt, dann totgeschwiegen und zuletzt plötzlich ernst genommen (Hoffe ich mal =)) BTW, bist du wie Bastien Girod auch an der ETH am Klimaforschen?

  • Matthias Kestenholz Says:

    Ja, der Vorschlag von Paul Crutzen finde ich ziemlich fragwürdig. Ich kann mir vorstellen, dass man enorm viel Energie bräuchte, um die Atmosphäre mit Schwefel anzureichern, und woher soll diese kommen? Ich bin völlig einig mit Dir dass heute zum Teil in nicht hilfreicher Art und Weise über die Klimaveränderung diskutiert wird. Aber was willst Du tun, wenn die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne nur noch 10 Sekunden beträgt? Das Global Dimming Phänomen wird nicht kleingeredet. Es wird erwartet, dass die Auswirkungen der Luftverschmutzung durch Aerosole auf die Temperaturentwicklung kleiner sein wird als diejenigen durch die Treibhausgase. In dieser Grafik siehst Du den Beitrag verschiedener Faktoren zur Klimaveränderung: (Mehr dazu unter http://www.realclimate.org/index.php/archives/2007/02/aerosols-the-last-frontier/ ) Ich habe mich mehrere Jahre während meines bisherigen Studiums an der ETH mit Klimaforschung beschäftigt, habe aber selbst wenig Interesse, in dieses Gebiet einzusteigen. Ich habe also kein finanzielles Interesse an der Klimaerwärmung :-)

  • Klimaveränderung in den 70er Jahren: Eiszeit oder Erwärmung? | Matthias Kestenholz’ Blog Says:

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