Schweizer Waffenhandel
Unglaubliches liest man, wenn man heute auf Tagi-Online surft: Im Tschad wurden am 2006 aus der Schweiz gelieferte militärische Trainingsflugzeug PC-9 Aufhängevorrichtungen montiert; sehr wahrscheinlich wurde das Flugzeug auch mit Bewaffnung ausgerüstet.
Unglaublich daran ist aber nicht etwa, dass diese Trainingsflugzeuge bewaffnet für militärische Zwecke verwendet werden, sondern die Blauäugigkeit der Schweizer Behörden, welche sich von der Waffenlobby offenbar wieder haben überzeugen lassen, dass diese Lieferung für das Wohl der Schweiz unabdingbar sei und auch nicht für kriegerische Zwecke eingesetzt werden könne. Warum besinnen sich die Proponenten der (völlig imaginären) “grossartigen humanitären Tradition der Schweiz”, der Neutralität und so weiter auf ihre eigenen Ideale und stoppen den völlig unethischen Waffenhandel mit Nationen, welche in bewaffnetem Konflikt stehen?
Es gäbe tatsächlich Besseres, was die Schweiz exportieren könnte.
January 29th, 2008 at 08:50
Na ich bin ja froh das das andere auch noch sehen wie ich. Ich frage mich nur wer so naiv sein konnte das sich ein Staat wie der Tschad an ein Stück Papier halten würde das den militärischen Einsatz verbietet. Das haben die unterschrieben und weggeschmissen – das musste doch jedem einigermassen intelligenten Menschen vorab klar sein.