Lächerliche Forderung nach Senkung des Spritpreises

Seit Tagen streiken die Camionneure in Spanien und anderen EU-Ländern: Die hohen Treibstoffpreise machen ihnen zu schaffen, deshalb fordern nun auch Schweizer Unternehmer eine Senkung der Treibstoffsteuern. Durch die hohen Preise und die Anfang Jahr angehobene LSVA können die Transportunternehmen nicht mehr kostendeckend geschäften. Die Lehrbuchökonomie sagt uns, dass nun die Preise für Transporte ebenfalls steigen müssten. Warum wehren sich die angeblich so kompetitiven Strassentransportunternehmer nun gegen die ordnende Kraft des Marktes? Könnte es sein, dass nicht die SBB Cargo ihre Preise senken muss, sondern die anderen Transportunternehmen ihre Preise erhöhen müssen?

Dass irgendwann die Treibstoffpreise steigen würden, war schon lange bekannt. Die Transportindustrie hat sich aber darauf verlassen, dass der Transport auf der Strasse immer so billig bleiben wird, und hat es deshalb verschlafen, Alternativen zu suchen. Auch die restliche Wirtschaft ist zu einem guten Teil von den billigen Transportkosten abhängig. Jetzt wird uns diese Abhängigkeit schmerzlich bewusst, und sofort wird nach dem Staat geschrieen. Wie soll der Staat aber das Strassennetz finanzieren, wenn nicht aus Abgaben und Steuern aus dem Strassenverkehr? Warum hat man nicht auf die Rufer in der Wüste gehört, welche schon lange vor einer solch starken Abhängigkeit vom Öl gewarnt haben?


4 Responses to “Lächerliche Forderung nach Senkung des Spritpreises”

  • Patriot SD Freund Says:

    Ich bin klar gegen solche verbilligungen die wen überhaupt nur kurz von Nutzen wären. Aber wie möchten sie die Lücke die entsteht füllen?

  • Matthias Kestenholz Says:

    Welche Lücke? Die Transportunternehmer haben ihre LKWs noch nicht von den Strassen genommen. Es kostet zwar jetzt etwas mehr, aber anscheinend ist die Rendite immer noch da. Wichtig ist jetzt, dass wir bis in einigen Jahren entweder billigere Alternativen finden, oder uns halt einfach an eine teurere Mobilität und teurere Transporte gewöhnen müssen.

  • Patriot SD Freund Says:

    Ich meine die Lücke im Transportwesen. Denn alle güter könnten heute nicht auf die Schiene. Deise dafür müsste man die Anzahl gleise masiv erhöhen!!! Es wäre viel sinnvoller wenn man Regionaleproduktionsstätten besser fördern würde. So würde wirklich Energie gespart!!!

  • Ruedi Says:

    Das wäre ohnehin der Schlüssel für die Zukunft: Regionale Produkte fördern. Mit der Verteurung des Transportes werden regionale Produkte wieder konkurrenzfähig.