Schon wieder ein Atomunfall, diesmal nicht in Frankreich, sondern in Österreich: Plutoniumproble platzt in Uno-Labor
Wenn es nicht Leute gäbe, welche ein neues AKW als einzigen Ausweg aus der herbeigebeteten Stromlücke sähen würden, könnte man bei Atomunfällen einfach darauf hoffen, dass das Atomenergiezeitalter sowieso bald vorbei sein werde. Da dies aber nicht so ist, muss trotzdem auf jeden einzelnen dieser Vorfälle hingewiesen werden.
4 Responses to “Atomunfälle: Es wird langweilig…”
Lieber Matthias, wenn eine Plutoniumprobe in einem Labor platzt, hat das mit einem AKW ungefähr soviel zu tun, wie Windkraft mit einem Bier-Furz.
Nein, falsch. Es bedeutet, dass Unfälle geschehen können — und warum sollen wir dieses Risiko auf uns nehmen?
Eneuter Zwischenfall im AKW Tricastin, Frankreich: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/923348.html
Zwei Jahre lang Radioaktivität aus U-Boot bei Japan ausgetreten http://www.nzz.ch/nachrichten/international/zwei_jahre_lang_radioaktivitaet_aus_u-boot_bei_japan_ausgetreten_1.801047.html
Die Kommunikationsstrategien der Atomlobby sind eigentlich durchschaubar. Sie spekulieren im Moment darauf mit möglichst vielen kleinen Zwischenfällen von den gravierenden grossen Desastern abzulenken. Dass bei uns in den Medien nichts über die anlaufende Sanierung in Sellafield berichtet wird, insbesondere über die exorbitanten Kosten, ist bezeichnend, dabei geht es bereits um 75 Milliarden Pfund. Von der 10 mal höheren Leukämierate bei Kindern und drei mal höheren bei Erwachsenen, von den mutationen, deformationen bei den Fischen, von Protestnoten von Irland und neuerdings auch von Norwegen, weil die verseuchte Wasser schon bis dorthin reicht ganz zu schweigen. Immerhin sind auch die Schweizer Atomkraftwerke Kunden von Sellafield.