Staatliche Gewinngarantie

Die Hypothekenbanken Freddie Mac und Fannie Mae verrechnen sich und werden deshalb vom Staat aufgekauft. Schlussendlich bezahlt der Steuerzahler die Zeche. Die Börsen reagieren euphorisch — offensichtlich kann beim Staat noch viel, viel Geld abgeholt werden.

Stellt sich nur die Frage: Was ist mit den Gewinnen aus den vorherigen Jahren geschehen? Die Abzocker-Löhne und Boni der Manager werden sich ja wohl nicht in Luft aufgelöst haben. Warum wird das Missmanagement jetzt durch die Allgemeinheit bezahlt, welche am Schlamassel eine vielfach kleinere Schuld trägt?


2 Responses to “Staatliche Gewinngarantie”

  • Michael Jäger Says:

    Auch hier nicht böse sein: das waren beide quasi-staatliche Unternehmen mit nicht-verbrieftem aber gefühltem Staatsschutz. Der Verkauf an die private Hand war doch eher ein republikanischer Witz, der sich nun als Realität herausgestellt hat. Statt “die Manager” an den Pranger zu stellen, solltest Du Dich besser mir der unheilvollen Hand des Staates auseinandersetzen, die den ganzen Schlamassel verursacht hat. Auch die Linke sollte ideologiekritisch bleiben, gell?

  • Matthias Kestenholz Says:

    Nur, dass es zu einem gewissen Teil die Fiskalpolitik der Staatsabbauer war, welche die Amis in diesen Schlamassel reingeritten hat –

    So à la Greenspan: Möglichst viel Schulden machen, damit die nächste demokratische Regierung keine Handlungsoptionen mehr hat.

    Aber ich bleibe dabei: Auch wenn es nur ein quasi-staatliches Unternehmen war, kein privates: Die massiven Fehler gewisser Leute baden jetzt wieder die Steuerzahler aus — allfällige Profite, welche früher angefallen sind, kamen aber nicht der Allgemeinheit zu Gute. Und das ist schlicht und einfach nicht richtig.