Eine etwas humoristische Antwort auf die Frage, ob es für das Klima besser ist, ein Leben lang Rad zu fahren oder doch eher Auto zu fahren:
Ich glaube, ich lebe doch lieber länger :-)
Matthias Kestenholz' Blog
Eine etwas humoristische Antwort auf die Frage, ob es für das Klima besser ist, ein Leben lang Rad zu fahren oder doch eher Auto zu fahren:
Ich glaube, ich lebe doch lieber länger :-)
Tages-Anzeiger:
China setzt wieder aufs Velo
Im Kampf gegen Smog und Staus will die chinesische Regierung die Städte wieder zu «Fahrrad-Königreichen» machen.
China weis es, Holland auch, in Bogotá weis man es auch: Velofahren hilft, Umweltschmutz zu vermeiden und fördert die Gesundheit der Bevölkerung. Wie lange warten wir noch?
Ich bin gerade über einen Blogeintrag gestolpert, welcher Nachteile eines Helmobligatoriums für Radfahrer aufzeigt. Er ist in englischer Sprache geschrieben:
Ich möchte hier kurz die wichtigsten Punkte aufgreifen:
Das sind nicht leere Behauptungen: Wer die im Eintrag verlinkten Webseiten liest, wird noch meer Fakten zu lesen bekommen, welche gegen ein Helmobligatorium sprechen.
Eine letzte Bemerkung! Ich will nicht sagen, dass der Helm für den Einzelnen nicht die Sicherheit erhöhen kann; verschiedene Unfallstatistiken sprechen aber klar gegen das Obligatorium. Dazu kommt noch, dass häufig die Anzahl der gefahrenen Velokilometer nach der Einführung eines solchen Obligatoriums nicht unwesentlich zurückgeht, da die Leute ihr Fahrrad weniger für Gelegenheitsfahrten benutzen — man kann sich darüber streiten, ob dies Sinn macht, das ändert aber nichts an der vorher genannten Tatsache.
Wie Sandro von Ignoranz.ch schreibt, sanken die Feinstaubwerte in den letzten zehn Tagen in Zürich nicht mehr unter den gesetzlich festgeschriebenen Höchstwert, welcher eigentlich höchstens einmal im Jahr überschritten werden darf. Zürich reagiert nun aber: Nach dem Vorbild von Stuttgart (D) wird ein Fahrverbot für Autos mit hohen Abgaswerten geprüft. Ein Fahrverbot könnte aber laut 20min Online frühestens nächsten Winter umgesetzt werden.
Dass in Zürich der durch die Luftreinhalteverordnung erlaubte Jahresgrenzwert von 20 Mikrogramm/Kubikmeter schon länger nicht mehr eingehalten werden konnte, hat aber niemanden interessiert: Auf der Webseite der Erdölvereinigung kann man lesen, dass der Jahresmittelwert in Zürich 25 Mikrogramm/Kubikmeter beträgt.
Jetzt kommt immerin die Hoffnung auf, dass Massnahmen gegen den gefährlichen Feinstaub ergriffen werden. Die Aufforderung der Stadtverwaltung, durch freiwilligen Verzicht auf das Auto die Fahrtenzahl und somit auch die Feinstaubimissionen zu senken war wohl kaum erfolgreich. Die Autofahrer bemerken die Feinstaubbelastung schliesslich wesentlich weniger als wir Fahrradfahrer…
Update: Der Tages-Anzeiger bemerkt, dass die Grenzwerte nur noch auf dem Chaumont über dem Neuenburgersee und auf Rigi-Seebodenalp nicht überschritten wurden. Schliesslich will auch Umweltminister Moritz Leuenberger heute ein Massnahmepaket zur Verbesserung der Luftqualität vorstellen.
Heute im Tagesanzeiger: Autos werden immer stärker:
Weit über eine halbe Million Autos sind im Kanton Zürich zugelassen. Bei diesem Fuhrpark ortet das Statistische Amt zwei Trends: Es gibt immer mehr Diesel-Fahrzeuge und der Hubraum der Motoren nimmt stetig zu. [...]
In den letzten Jahren erlebten zwei Fahrzeugtypen einen wahren Boom: die Grossraumlimousinen, auch Vans genannt, und die grossen, als Sports Utility Vehicles (SUV) bezeichneten Offroader. [...]
In der Tat haben laut Statistik geräumige und starke Autos zwischen 1999 und 2004 massiv zugelegt. Während der gesamte Personenwagenbestand um rund 7,5 Prozent anstieg, erhöhte sich die Zahl der «Geräumigen» um 40,3 und diejenige der «Starken» gar um 73,1 Prozent. Entsprechend haben die Anteile dieser Typen an der Zürcher Autoflotte zugenommen. 2004 waren 6,8 Prozent aller Fahrzeuge den «Geräumigen» und 1,7 Prozent den «Starken» zuzurechnen.
Wann ist endlich Schluss mit diesem Unsinn? Der Bund ist zwar nicht gänzlich untätig, schliesslich will er umweltschonende Treibstoffe tiefer besteuern. Dort findet er allem Anschein nach Freude an marktwirtschaftlichen Instrumenten. Für das Erreichen der im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Klimaschutzziele müsste aber der Durchschnittsverbrauch der schweizerischen Fahrzeugflotte massiv gesenkt werden. Das Gegenteil geschieht, wie man sieht. Trotz technischen Neuerungen und Effizienzverbesserungen nimmt der Verbrauch nicht ab, sondern zu — wegen dem Boom der schweren und starken Autos, welche in den Städten die Strassen verstopfen und Fussgänger und Fahrradfahrer übermässig gefährden.
Der Bund tut aber noch immer viel zu wenig. Vor zwei Tagen konnte man in der NZZ lesen, dass der Bundesrat auf eine Abgabe für schadstoffreiche Autos verzichten will. Er begründet sein Vorgehen mit einer Verkomplizierung des Steuersystems. Zugleich ist er von der Wirkung der höheren Abgabe nicht überzeugt. Warum sollen die marktwirtschaftlichen Instrumente plötzlich keine Wirkung mehr haben?
Die wenigen Rappen (das Klima ist mehr Wert als einige Rappen!) welche das Benzin durch die Förderung umweltschonender Treibstoffe teurer werden wird werden in den täglichen Schwankungen des