Category: Gesundheit

Fahrverbote für gesundheitsschädigende Autos

Deutschland scheint uns beim Schutz der Bevölkerung vor schädlichen Feinstaub-Immissionen weit voraus zu sein:

Zur Bekämpfung von gesundheitsschädlichem Feinstaub aus Autoabgasen planen viele deutsche Gro

China setzt wieder aufs Velo – und wir?

Tages-Anzeiger:

China setzt wieder aufs Velo

Im Kampf gegen Smog und Staus will die chinesische Regierung die Städte wieder zu «Fahrrad-Königreichen» machen.

China weis es, Holland auch, in Bogotá weis man es auch: Velofahren hilft, Umweltschmutz zu vermeiden und fördert die Gesundheit der Bevölkerung. Wie lange warten wir noch?

Kein Helmobligatorium für Radfahrer!

Ich bin gerade über einen Blogeintrag gestolpert, welcher Nachteile eines Helmobligatoriums für Radfahrer aufzeigt. Er ist in englischer Sprache geschrieben:

Ich möchte hier kurz die wichtigsten Punkte aufgreifen:

  • Die verbesserte Gesundheit des Radfahrers wiegt schwerer als die erhöhte Gefahr im Strassenverkehr.
  • Es gibt weitaus wichtigere Dinge, welche man tun müsste, um die Strassen sicherer zu machen.
  • Radfahren ist statistisch dort am Sichersten, wo viele Leute radfahren und weniger Helme getragen werden!
  • Leute mit Helmen fahren schneller und gefährlicher, so dass die Vorteile eines Helmes zunichte gemacht werden.

Das sind nicht leere Behauptungen: Wer die im Eintrag verlinkten Webseiten liest, wird noch meer Fakten zu lesen bekommen, welche gegen ein Helmobligatorium sprechen.

Eine letzte Bemerkung! Ich will nicht sagen, dass der Helm für den Einzelnen nicht die Sicherheit erhöhen kann; verschiedene Unfallstatistiken sprechen aber klar gegen das Obligatorium. Dazu kommt noch, dass häufig die Anzahl der gefahrenen Velokilometer nach der Einführung eines solchen Obligatoriums nicht unwesentlich zurückgeht, da die Leute ihr Fahrrad weniger für Gelegenheitsfahrten benutzen — man kann sich darüber streiten, ob dies Sinn macht, das ändert aber nichts an der vorher genannten Tatsache.

Verzichten Sie auf Sport!

Verzichten Sie auf Sport, schreibt der Blick auf seiner Webseite.

Mit dem Sommerwetter steigen auch die Ozonwerte. An fast allen Messpunkten wurde der Grenzwert überschritten. Umweltdirektoren raten: Sport nur in Randstunden.

Fällt eigentlich sonst niemandem die Idiotie dieser Empfehlung auf? Warum soll sich die grosse Mehrheit der autofahrenden Minderheit fügen? Warum ist es erlaubt, dass eine Minderheit einer breiten Bevölkerungsschicht aktiv Schaden zufügt, und das während Monaten, nämlich den ganzen Sommer durch? Warum werden nur Empfehlungen abgegeben und keine Massnahmen ergriffen, wo doch die Gesetzeslage sonnenklar ist: Die Dauerüberschreitung des Ozongrenzwertes während Schönwetterperioden ist ganz klar gesetzeswidrig, daran können auch die verbissensten Autofahrer und Luftverschmutzer nicht rütteln.

Ich bin enttäuscht, dass Symptombekämpfung noch immer Vorrang vor der Ursachenbekämpfung bekommt.

Feinstaub: Sind Holzfeuerungen wirklich schlimmer als die Autobahnen?

Wie die NZZ schreibt, sorgen nicht nur die Strassenverkehrsteilnehmer sondern auch Holzfeuerungen für eine erhöhte Feinstaubkonzentration in der Luft. Der Tages-Anzeiger bemerkt sogar, dass die Luft vor allem in gewissen Bergtälern durch die Holzfeuerungen stärker belastet wird als durch die Autobahnen.

Das meiner Meinung nach wichtigste Detail kommt in beiden Artikeln aber erst am Schluss: Die Nanopartikel mit einem Durchmesser von weniger als 50 Millionstel Millimeter (dazu gehört der PM2.5-Feinstaub), welche besonders krebserregend sind, stammen mehrheitlich aus dem Verkehr. Die hohen Feinstaubkonzentrationen, welche durch die Holzfeuerungen mitverursacht werden haben zwar auch gesundheitliche Folgen, aber krebserregend ist und bleibt vor allem der Feinstaub aus Dieselmotoren.

Diese Forschungsresultate des Paul-Scherrer-Institutes werden nun von Gegnern der Partikelfilter und Freunden des freien Autoverkehrs sogleich ausgeschlachtet um zu beweisen, dass das Bekämpfen des motorisierten Individualverkehrs keine wesentlichen Verbesserungen der Luftqualität zur Folge hat. Dabei übersehen sie aber, dass die Holzfeuerungen vor allem in den Bergtälern verbreitet sind, und demzufolge deren Beitrag zur Luftverschmutzung nur einen relativ kleinen Teil der Bevölkerung direkt betrifft. Massnahmen in städtischen Gebieten sind und bleiben unbedingt notwendig, um die Bevölkerung von den schädlichen Einflüssen des Feinstaubes zu schützen.

Wikipedia: Entstehung des Feinstaubes (mit Prozentangaben)