“Geländewagen sind so gefährlich wie fahrende Mauern”
… schrieb der Spiegel gestern. Dies ergab eine neue Crash-Studie des Autoclubs ADAC.
Höchste Zeit also, dass die Initiative für menschenfreundlichere Fahrzeuge der Jungen Grünen lanciert wird!
… schrieb der Spiegel gestern. Dies ergab eine neue Crash-Studie des Autoclubs ADAC.
Höchste Zeit also, dass die Initiative für menschenfreundlichere Fahrzeuge der Jungen Grünen lanciert wird!
Eine diese Woche im Journal der American Academy of Pediatrics bestätigt den Standpunkt, welchen die Jungen Grünen im Bezug auf SUV’s schon länger innehaben:
Trotz der Grösse der SUVs und dem daraus folgenden Eindruck höherer Sicherheit sind Kinder, welche in SUVs mitgeführt werden, einem ähnlichen Verletzungsrisiko ausgesetzt wie in einem durchschnittlichen Fahrzeug. Der Schutzeffekt des höheren Fahrzeuggewichtes wird durch das höhrere Risiko bei
Heute im Tagesanzeiger: Autos werden immer stärker:
Weit über eine halbe Million Autos sind im Kanton Zürich zugelassen. Bei diesem Fuhrpark ortet das Statistische Amt zwei Trends: Es gibt immer mehr Diesel-Fahrzeuge und der Hubraum der Motoren nimmt stetig zu. [...]
In den letzten Jahren erlebten zwei Fahrzeugtypen einen wahren Boom: die Grossraumlimousinen, auch Vans genannt, und die grossen, als Sports Utility Vehicles (SUV) bezeichneten Offroader. [...]
In der Tat haben laut Statistik geräumige und starke Autos zwischen 1999 und 2004 massiv zugelegt. Während der gesamte Personenwagenbestand um rund 7,5 Prozent anstieg, erhöhte sich die Zahl der «Geräumigen» um 40,3 und diejenige der «Starken» gar um 73,1 Prozent. Entsprechend haben die Anteile dieser Typen an der Zürcher Autoflotte zugenommen. 2004 waren 6,8 Prozent aller Fahrzeuge den «Geräumigen» und 1,7 Prozent den «Starken» zuzurechnen.
Wann ist endlich Schluss mit diesem Unsinn? Der Bund ist zwar nicht gänzlich untätig, schliesslich will er umweltschonende Treibstoffe tiefer besteuern. Dort findet er allem Anschein nach Freude an marktwirtschaftlichen Instrumenten. Für das Erreichen der im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Klimaschutzziele müsste aber der Durchschnittsverbrauch der schweizerischen Fahrzeugflotte massiv gesenkt werden. Das Gegenteil geschieht, wie man sieht. Trotz technischen Neuerungen und Effizienzverbesserungen nimmt der Verbrauch nicht ab, sondern zu — wegen dem Boom der schweren und starken Autos, welche in den Städten die Strassen verstopfen und Fussgänger und Fahrradfahrer übermässig gefährden.
Der Bund tut aber noch immer viel zu wenig. Vor zwei Tagen konnte man in der NZZ lesen, dass der Bundesrat auf eine Abgabe für schadstoffreiche Autos verzichten will. Er begründet sein Vorgehen mit einer Verkomplizierung des Steuersystems. Zugleich ist er von der Wirkung der höheren Abgabe nicht überzeugt. Warum sollen die marktwirtschaftlichen Instrumente plötzlich keine Wirkung mehr haben?
Die wenigen Rappen (das Klima ist mehr Wert als einige Rappen!) welche das Benzin durch die Förderung umweltschonender Treibstoffe teurer werden wird werden in den täglichen Schwankungen des
Leserbrief Tages-Anzeiger 8.10.2005:
Was im Artikel über den Cadillac Escalade ganz fehlt und im “Mammut-Artikel” nur am Rande und indirekt erwähnt wird: Diese schwergewichigen Fahrzeuge mit einer hohen vertikalen Front gefährden in erheblichem Masse unsere Kinder. Im Unterschied zu vernünftigen Autos erfolgt bei einem Unfall der Aufprall hier genau und mit voller Wucht im Kopf- und Herz-Lungen-Bereich, mit allen Folgen. Politische Instanzen, welche diesen Fahrzeugtyp nicht verbieten, ebenso wie Fahrer dieses Fahrzeugtyps nehmen in Kauf, dass es im Falle eines Unfalles mit einem Kind zu schwersten Körperverletzungen und Langzeitschädigungen kommt. Angesichts der Tatsache, dass kaum jemand in unserem Land diese Fahrzeuge wirklich braucht, besteht hier ein Eventualvorsatz zur schweren Körperverletzung.
Dr. med. Hansjakob Nüesch, Seuzach
Leider gibt es noch keine Klasse welcher sich die Offroad-Fahrzeuge eindeutig zuordnen lassen. Dies ist einer der wichtigen Stolpersteine mehrerer politischer Vorstösse im schweizerischen Parlament, welche sicher auch deswegen bis jetzt immer abgelehnt worden sind.
Zum grossen Gefährdungspotential für Kinder kommt noch, dass diese Fahrzeuge besonders viel Treibstoff verbrauchen und auf diese Art und Weise das Erreichen der Reduktionsziele in Frage stellen.
Natürlich gehören diese Offroad-Fahrzeuge nicht zum einzigen Fahrzeugtypen mit übermässigem Treibstoffverbrauch: Sportwagen und Limousinen sind in diesem Bereich nicht besser. Die Offroad-Fahrzeuge dienen aber als besonders geeignetes Beispiel, um die kinder- und klimagefährdenden Entwicklungen im Fahrzeugpark aufzuzeigen.
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