Category: Verkehr

Kein Helmobligatorium für Radfahrer!

Ich bin gerade über einen Blogeintrag gestolpert, welcher Nachteile eines Helmobligatoriums für Radfahrer aufzeigt. Er ist in englischer Sprache geschrieben:

Ich möchte hier kurz die wichtigsten Punkte aufgreifen:

  • Die verbesserte Gesundheit des Radfahrers wiegt schwerer als die erhöhte Gefahr im Strassenverkehr.
  • Es gibt weitaus wichtigere Dinge, welche man tun müsste, um die Strassen sicherer zu machen.
  • Radfahren ist statistisch dort am Sichersten, wo viele Leute radfahren und weniger Helme getragen werden!
  • Leute mit Helmen fahren schneller und gefährlicher, so dass die Vorteile eines Helmes zunichte gemacht werden.

Das sind nicht leere Behauptungen: Wer die im Eintrag verlinkten Webseiten liest, wird noch meer Fakten zu lesen bekommen, welche gegen ein Helmobligatorium sprechen.

Eine letzte Bemerkung! Ich will nicht sagen, dass der Helm für den Einzelnen nicht die Sicherheit erhöhen kann; verschiedene Unfallstatistiken sprechen aber klar gegen das Obligatorium. Dazu kommt noch, dass häufig die Anzahl der gefahrenen Velokilometer nach der Einführung eines solchen Obligatoriums nicht unwesentlich zurückgeht, da die Leute ihr Fahrrad weniger für Gelegenheitsfahrten benutzen — man kann sich darüber streiten, ob dies Sinn macht, das ändert aber nichts an der vorher genannten Tatsache.

98% weniger Verkehrsunfälle dank Radarfallen

Die Polizei hat die Anzahl Radarfallen um Lausanne seit 2002 stetig erhöht. Im Jahre 2001 zählte die Kantonspolizei auf dem am dichtesten befahrenen Teilstück des Autobahnringes noch 107 Unfälle; im letzten Jahr registrierte sie auf der täglich von 70’000 Fahrzeugen befahrenen Teilstrecke gerade noch 2 Unfälle.

Die sogenannte “Abzockerei” und “Kriminalisierung des gewöhnlichen Bürgers” scheint also entgegen dem Geschrei der SVP und anderer Kreise positive Wirkung zu entfalten. Abgesehen davon ist es doch klar, dass diese Radarfallen nicht zur Kriminalisierung der Bürger aufgestellt werden, sondern um die Autofahrer dazu zu ermutigen, die Gesetze einzuhalten! Jeder der zu schnell fährt und nachher über eine allfällige Busse jammert, disqualifiziert sich nämlich selbst.

Quelle: Tages-Anzeiger: Weniger Unfälle dank Radarfallen

Tiefere Steuern auf umweltschonenden Treibstoffen

Der Bundesrat will ab 2007 umweltschonende Treibstoffe tiefer und dafür das Benzin höher besteuern. Die Landesregierung will Treibstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen wie z.B. Ethanol, Biogas oder Rapsmethylester von der Mineralölsteuer befreien, dafür soll die Steuer bei Erd- und Flüssiggas, welches als Treibstoff verwendet wird, künftig 40 Rappen pro Liter Benzinäquivalent betragen. Die Steuerbelastung des Benzins wird sich laut dem Tages-Anzeiger bis 2010 um insgesamt weniger als 10 Rappen erhöhen.

Bei aller Freude über diese längst fällige Massnahme drängen sich mir zwei Fragen auf:

  • Kann die angestrebte Reduktion der CO2-Emissionen mit dieser Massnahme wirklich erreicht werden? Ich bezweifle es. Die Lenkungswirkung dieser wenigen Rappen ist vernachlässigbar, wie man diesen Herbst schön sehen konnte. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Bürger(lichen) diese angestrebte

Economiesuisse für Verflüssigung des Verkehrs

Road-Pricing wird neuerdings auch für die Wirtschaft eine valable Möglichkeit, den Verkehr in den Griff zu bekommen. In der Einleitung zu einem Positionspapier über die Verkehrspolitik )PDF) schreibt die Economiesuisse:

Die Kapazität des bestehenden Strassennetzes stösst punktuell an Grenzen. Die staubedingten volkswirtschaftlichen Kosten haben die Milliardengrenze längst überschritten. Massnahmen zur Verflüssigung des Verkehrs drängen sich auf.

Interessante Abschnitte aus dem Positionspapier:

Das Verkehrswachstum ist ungebremst. Obwohl der Anteil des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz überdurchschnittlich hoch ist, werden die Verkehrsbedürfnisse primär durch den motorisierten Individualverkehr befriedigt. Ziel der Ausbaubemühungen im öffentlichen Verkehr ist die weitere Verlagerung weg von der Strasse. Aufgrund der prognostizierten Zunahme des Gesamtverkehrs ist allerdings ein weiteres massives Wachstum auf dem Strassennetz nicht aufzuhalten. [...] Massnahmen zur Verflüssigung des Strassenverkehrs drängen sich auf.

Wie soll eine nachhaltige Verflüssigung des Strassenverkehrs möglich sein, wenn sich Economiesuisse gleichzeitig gegen einen Verlagerungszwang vom individuellen zum öffentlichen Verkehr ausspricht? Falls der Gesamtverkehr weiterhin ungebremst zunimmt, wird der Bau neuer Infrastruktur unausweichlich, wie die Economiesuisse korrekt bemerkt. Leider hinterlässt dieser Ausbau keinen bleibenden Effekt ausser einem höherem Gesamtverkehrsaufkommen — mehr Strassen bringen mehr Verkehr, der Stau bleibt derselbe.

Die Schuldenlast der öffentlichen Hand muss abgebaut werden. Die Steuer- und Abgabenlast ebenfalls. Jede Steuererhöhung und jede neue Erhebung staatlicher Gebühren und Abgaben muss andernorts zumindest entsprechend kompensiert werden.

Da die zusätzlichen Einnahmen durch die Lenkungsabgaben keinen anderen Zweck als die effizientere Organisation des Strassenraumes verfolgen sollen und somit Mehreinnahmen verunmöglicht werden bleibt es unklar, warum die Schuldenlast auch im Positionspapier vorkommt.

Eine Reduktion des Verkehrsaufkommens geht nur über den Geldbeutel. Der gestiegene

Auch Deutsche kümmert Benzinpreis wenig

Nicht nur in der Schweiz sondern auch in Deutschland ist trotz der massiv gestiegenen Benzinpreise keine