In den Niederlanden soll die Autosteuer durch eine Kilometersteuer ersetzt werden. Dafür spreche, dass nicht mehr der Besitz, sondern nur noch die Nutzung des Autos besteuert werde.
Die Ausgestaltung der Kilometersteuer wirft meiner Meinung nach gleich mehrere Fragen auf:
- Die Überwachung, welche durch die GPS-gestützte Erfassung der zurückgelegten Strecken möglich wird, ist für das angestrebte Ziel klar unverhältnismässig. Aus datenschützerischen Gründen muss ein solches System klar abgelehnt werden.
- Die graue Energie, welche in der Produktion und der Entsorgung eines Autos steckt, wird hiermit nicht besteuert — aus umweltschützerischer Sicht ist dies ein schwerer Mangel der neuen Regelung.
Die angestrebten Ziele könnten mit der Einführung einer CO2-Abgabe, welche Energie statt Arbeit besteuert, besser und wirksamer erreicht werden.
Vor ziemlich genau einer Woche habe ich den Weblog hier wieder aufgeschaltet. Bisher bin ich aber die Begründung noch schuldig geblieben, weshalb ich dies mache. Aufmerksame Leser verschiedener Zeitungen haben es vielleicht schon festgestellt: Ich werde nächsten Montag als neuer, grüner Kantonsrat für Zürich Nord (also die Stadtkreise 11 und 12, Oerlikon, Affoltern, Seebach und Schwamendingen) vereidigt. Ich ersetze Natalie Vieli, welche aus beruflichen Gründen aus dem Kantonsrat zurückgetreten ist.
Ich hoffe dass ich die Gelegenheit erhalte, von Zeit zu Zeit auf den Ratsalltag einzugehen. Die Beiträge werden durch das politische Amt eine etwas andere Färbung und Stossrichtung erhalten — Klimaforschung und weltpolitische Themen interessieren mich zwar immer noch, der Fokus wird aber eher auf kantonaler Politik liegen.
Mehr dazu:
Aus aktuellem Anlass habe ich mich dazu entschieden, nach beinahe einem Jahr den Blog wieder zu reaktivieren — dazu später mehr.
Die Beiträge, welche ich früher geschrieben habe, habe ich unverändert und unkommentiert übernommen. Ich bin längst nicht mehr mit allem einverstanden, und vieles würde ich heute auch anders sagen wollen. Trotzdem ändere ich nichts daran — ich finde, dass Jugendsünden erlaubt sind, und Meingungsveränderungen zur gewöhnlichen Weiterentwicklung gehören — auch derjenigen eines Politikers :-)
Die Häufigkeit, in der ich hier Gedanken veröffentlicht habe, war nie sehr konstant — teilweise habe ich mehrere Beiträge pro Tag geschrieben, Pausen von mehreren Wochen waren aber auch keine Ausnahme:

Mal sehen wies in Zukunft weitergeht…
Die neuste Idee der CVP, um die Finanzkrise zu überstehen: Rüstungskäufe! Wie wärs mit einem kleinen Krieg? Die Kosten sind dort noch viel höher, die Wirtschaft könnte so noch viel mehr in Schwung gebracht werden!
Drücken die Jungen Grünen mit der Offroader-Initiative nur auf die Tränendrüsen? Werden Ängste geschürt, welche aller Grundlage entbehren? Geht es nur um den Neid?
Ganz sicher nicht:
«Viele der hohen und schweren Wagen vom Typ Offroader sind so starr gebaut, dass sie kleinere Autos im Crash schwer beschädigen», erklärt Professor Felix Walz von der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik.
«Die Köpfe von Kindern prallen bei diesen hohen Fahrzeugen mit voller Wucht gegen die vordere Haubenkante», schreibt der ADAC in einem Crashbericht.
Doch noch heute schneidet die Kategorie «grosse Offroader» bei NCAP-Tests für Fussgängerschutz am Schlechtesten ab.
Doch auch die Offroaderpiloten selber sind nicht immer sicher. Durch den hohen Schwerpunkt überschlagen sich SUVs wesentlich öfter als normale Autos, und der Anteil von Überschlagsunfällen, die tödlich enden, ist bei SUVs dreimal höher als bei normalen Personenwagen.
Prädikat: Sehr lesenswert für alle, die bei der Offroader-Diskussion informiert mitreden wollen: Der Artikel aus der Sonntagszeitung
Danke swiss-lupe!