Wenn die Atomfans und Strombarone in Frankreich nicht so Angst vor der Schlagzeile hätten, dass ein Atomkernkraftwerk (tschuldigung, Kernkraftwerk) abgeschaltet wird, hätten sie es schon lange vom Netz genommen. Nach dieser Häufung von Zwischenfällen in den letzten Monaten ist wirklich langsam klar, dass dieses AKW nicht in verantwortungsvoller Weise weiter betrieben werden kann. Beim letzten Zwischenfall wurde der Reaktor während Wartungsarbeiten evakuiert.
Falls irgendjemand die Atomtechnologie als nötig verkaufen will, täte er gut daran, ebenfalls die Abschaltung dieses Schrotthaufens zu fordern. In der letzten Zeit gab es so viele Negativschlagzeilen, dass das Vertrauen in die Technologie ganz sicher beschädigt wurde — dies auch zu Recht.
Die Hypothekenbanken Freddie Mac und Fannie Mae verrechnen sich und werden deshalb vom Staat aufgekauft. Schlussendlich bezahlt der Steuerzahler die Zeche. Die Börsen reagieren euphorisch — offensichtlich kann beim Staat noch viel, viel Geld abgeholt werden.
Stellt sich nur die Frage: Was ist mit den Gewinnen aus den vorherigen Jahren geschehen? Die Abzocker-Löhne und Boni der Manager werden sich ja wohl nicht in Luft aufgelöst haben. Warum wird das Missmanagement jetzt durch die Allgemeinheit bezahlt, welche am Schlamassel eine vielfach kleinere Schuld trägt?
… sagt Max Nötzli über die Initianten der Initiative für eine menschenfreundlichere Mobilität (auch: Offroader-Initiative) im Blick.
Ganz sicher nicht. Das Auto hat seine Berechtigung und soll auch eingesetzt werden dürfen. Die Initiative richtet sich rein gegen Exzesse — es gibt keinen Fahrzeugtyp, von welchem nicht mehrere Modelle immer noch zugelassen wären.
Dass die Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmer und Kinder durch Offroader übermässig hoch ist, wurde treffend und extrem tragisch in Belgien demonstriert: Ein Vater hat seine zweijährige Tochter überfahren weil er sie schlicht und einfach übersehen hat.
Es geht mir beileibe nicht darum, aus einer Tragödie Kapital für unsere Initiative zu schlagen. Einmal mehr wird aber klar, dass Handeln angebracht ist, dass es uns nicht um eine Spassbremse geht, sondern darum, Verletzungen und Todesfälle im Strassenverkehr zu reduzieren! Die Klima- und Luftbelastungsproblematik kommen da natürlich noch dazu, aber darüber habe ich schon genügend oft geschrieben.
Ein harter Schlag für die Fans der privatwirtschaftlichen Selbstüberwachung und -verantwortung: Drei Privatspitäler in der Nähe von Los Angeles haben gesunde Obdachlose behandelt und dafür bei der staatlichen Krankenversicherung abkassiert.
Merke: Bei der Privatwirtschaft ist es auch nicht besser als beim bösen Staat.
Schon wieder ein Atomunfall, diesmal nicht in Frankreich, sondern in Österreich: Plutoniumproble platzt in Uno-Labor
Wenn es nicht Leute gäbe, welche ein neues AKW als einzigen Ausweg aus der herbeigebeteten Stromlücke sähen würden, könnte man bei Atomunfällen einfach darauf hoffen, dass das Atomenergiezeitalter sowieso bald vorbei sein werde. Da dies aber nicht so ist, muss trotzdem auf jeden einzelnen dieser Vorfälle hingewiesen werden.