Klimaveränderung in den 70er Jahren: Eiszeit oder Erwärmung?

Klimaveränderungsskeptiker machen häufig geltend, dass unter den Wissenschaftern in den 70er Jahren ein Konsens darüber bestanden haben soll, dass eine Eiszeit auf uns zukommt. Mit diesem Beispiel wollen sie darauf hinweisen, dass die Klimaforscher nicht wissen wovon sie sprechen und ihre Meinung alle paar Jahre ändern, dass man ihre Prognosen also nicht ernst nehmen sollte.

Eine neue Studie zeigt nun, dass ein solcher Konsens nie bestanden hat. Thomas Peterson vom US-amerikanischen National Climatic Data Center hat dutzende Artikel unter die Lupe genommen und herausgefunden, dass sieben Artikel eine Abkühlung vorausgesagt haben, 20 neutral waren, und dass schon damals 44 Artikel eine Erwärmung vorausgesagt haben. Die Angst über eine kommende Eiszeit bestand also weder damals noch heute. Im Gegenteil, schon damals wurde der Treibhauseffekt als einer der wichtigsten Kräfte angesehen, welche das Klima der Erde in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten verändern werden.

Weitere Infos zu Skeptikern und ihren Argumenten: Die häufigsten Argumente der Klimaskeptiker

(Via Stoat: Study debunks ‘global cooling’ concern of ‘70s)

Veröffentlicht am 21.02.2008 | Climate, Politik

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