Schweizer Waffenhandel

Unglaubliches liest man, wenn man heute auf Tagi-Online surft: Im Tschad wurden am 2006 aus der Schweiz gelieferte militärische Trainingsflugzeug PC-9 Aufhängevorrichtungen montiert; sehr wahrscheinlich wurde das Flugzeug auch mit Bewaffnung ausgerüstet.

Unglaublich daran ist aber nicht etwa, dass diese Trainingsflugzeuge bewaffnet für militärische Zwecke verwendet werden, sondern die Blauäugigkeit der Schweizer Behörden, welche sich von der Waffenlobby offenbar wieder haben überzeugen lassen, dass diese Lieferung für das Wohl der Schweiz unabdingbar sei und auch nicht für kriegerische Zwecke eingesetzt werden könne. Warum besinnen sich die Proponenten der (völlig imaginären) “grossartigen humanitären Tradition der Schweiz”, der Neutralität und so weiter auf ihre eigenen Ideale und stoppen den völlig unethischen Waffenhandel mit Nationen, welche in bewaffnetem Konflikt stehen?

Es gäbe tatsächlich Besseres, was die Schweiz exportieren könnte.

Published on 2008-01-17 in Politik
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© 2005 - 2017 Matthias Kestenholz